Werkfeuerwehr Böhlen trainiert reale Brandbekämpfung

In einem Bürocontainerkomplex kommt es zu einem Brandereignis, Rauch dringt nach Außen und eventuell befindet sich noch eine Person im Container.
Glücklicherweise kein Ernstfall, sondern nur ein angenommenes Trainingsszenario für die haupt- und nebenberuflichen Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr am Chemiestandort Böhlen. Dieses bewältigten die Feuerwehrfrauen und -Männer unter fachkundiger Anleitung mehrerer eigener Trainer vom 19. bis 20.08.2019 im eigens dafür bereitgestellten Dräger „Fire Dragon 9000“. Ziel war es das sichere Vorgehen im Brandraum zum Retten von Personen, sowie dem gezielten Löschen zu trainieren und dabei die Stressresistenz der Einsatzkräfte zu fordern. Unter anderem galt es einen Gasflaschen-Dummy zu bergen, ständig wieder aufflammende Brandherde zu eliminieren und so wenig wie möglich Wasserschaden zu verursachen. Da reale Brände dank des effizienten vorbeugenden Brandschutzes sehr selten sind, stellt diese Maßnahme einen unverzichtbaren Sicherheitsbaustein in der laufenden Fortbildung dar.
Begleitend wurden neue, verbesserte Hohlstrahlrohre getestet, welche mit einigen Innovationen eine Steigerung der Effektivität bei der Brandbekämpfung versprachen und dieses Versprechen auch im Innenangriff unter Beweis stellen konnten. Für die kostenfreie Bereitstellung möchten wir uns an dieser Stelle nochmals bei Fr. Fischer von der Firma Weinhold und Hr. Gabriel von Alpina bedanken.
Organisiert wurde das Training vom Betreiber der Werkfeuerwehr, dem Brandschutz- und Sicherheitspartner VSU Vereinigte Sicherheitsunternehmen GmbH, welcher es nicht nur den hauptberuflichen VSU und nebenberuflichen DOW Werkfeuerwehrangehörigen zur Verfügung stellte, sondern auch für Angehörige der MIBRAG Werkfeuerwehr aus dem benachbarten Tagebau Vereinigtes Schleenhain und der Werkfeuerwehr BMW Leipzig.
Info: der Dräger „Fire Dragon 9000“ ist eine mobile Übungsanlage in Containerform. Reale Brandszenarien können mittels Gasbefeuerung in ihr simuliert und dabei Temperaturen von bis zu 650°C erreicht werden.
Text: Ramón Arnold, Werkfeuerwehr Böhlen / Bilder: Werkfeuerwehr Böhlen

Über eine Steckleiter verschafft sich ein Trupp mit Nebenberuflichen Einsatzkräften von DOW Zugang zum Brandraum

Angriffs- und Rettungsweg erfolgten über eine „Kellertreppe“ in den Container (Bild M.Fischer)

Ausführliche Tests neuer Hohlstrahlrohre

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